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Einstieg in Italien? Spohr zeigt Interesse an Alitalia

Bieterverfahren um Alitalia: Der Papst könnte bald Lufthansa fliegen.

Bieterverfahren um Alitalia: Der Papst könnte bald Lufthansa fliegen.

(Foto: REUTERS)

Die Konsolidierungswelle in der europäischen Luftfahrt nimmt Tempo auf: Die Übernahme von Teilen des Konkurrenten Air Berlin ist noch nicht ganz in trockenen Tüchern, da deutet Lufthansa-Chef Spohr bereits weitere Pläne an.

Die Lufthansa zieht nach Angaben von Vorstandschef Carsten Spohr unter bestimmten Bedingungen ein Engagement bei der insolventen Alitalia nach einem möglichen Umbau in Betracht. "Italien ist ein wichtiger Markt für uns. Und die Alitalia, wie sie heute existiert, ist kein Thema", sagte Spohr wörtlich. Sollte es jedoch einen Neustart des nationalen italienischen Carriers geben, sähe die Sache anders aus.

Eine solche neue Alitalia gebe es derzeit noch nicht, sagte Spohr. "Aber wenn es eine Chance gibt, eine neue Alitalia zu kreieren, dann wird die Lufthansa-Gruppe als Nummer eins in Europa an den Gesprächen interessiert sein." International bekannt ist Alitalia unter anderem durch den Papst: Das Oberhaupt der katholischen Kirche fliegt tradititionell mit Maschinen der einst staatlich-italienischen Fluggesellschaft.

Erst Air Berlin, dann ...

Hintergrund für Spohrs Anmerkungen ist ein anstehender Termin in Italien: Am kommenden Montag läuft dort die Bieterfrist für die angeschlagene Alitalia ab. Ryanair hatte kürzlich sein Übernahmeangebot zurückgezogen. Ob die Lufthansa bis Montag ein Gebot abgeben wird, ließ Spohr offen.

Weiter oben auf der Agenda steht für den Dax-Konzern Lufthansa zunächst die Übernahme von Teilen des insolventen Wettbewerbers Air Berlin. Der Kaufvertrag für einige der Filetstücke der Airline soll Spohrs Ankündigungen zufolge gegen Mittag unterzeichnet werden.

Quelle: n-tv.de , mmo/rts

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