Der Börsentag

Der Börsen-Tag Unsicherheiten sind zurück: Dax gibt nach

(Foto: REUTERS)

Die jüngste Freude über den Ausgang der US-Kongresswahlen hat am deutschen Aktienmarkt nicht lange angehalten. Firmenbilanzen und die am Abend anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed sorgten für Kaufzurückhaltung.

Im Kielwasser der verhaltenen Entwicklung an der Wall Street weitete der Dax nach einem freundlichen Start die Verluste aus und schloss 0,4 Prozent tiefer bei 11.527 Punkten. Am Mittwoch hatte er noch um knapp ein Prozent zugelegt.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,3 Prozent auf 24.334 Punkte nach unten. Auch an der Wall Street traten die Anleger nach den Kursgewinnen vom Mittwoch auf die Bremse. Zum europäischen Handelsschluss notierte der Dow Jones 0,2 Prozent höher, während der Nasdaq-Composite 0,3 Prozent im Minus lag.

Bei den Einzeltiteln stand der neuerliche Kurssturz bei den inzwischen aus dem Dax in den Nebenwerte-Index MDax abgestiegenen Aktien von ProSiebenSat.1 im Fokus. Die Sendergruppe will ihr Programm nachbessern, nachdem sie sich mit US-Serien verkalkuliert hat. Damit mehr Geld für Investitionen übrig ist, verringert der Medienkonzern den an die Aktionäre ausgeschütteten Gewinnanteil drastisch. Die Aktien brachen daraufhin um 14 Prozent auf ein Sechs-Jahres-Tief von 17,75 Euro ein.

Der Wahlausgang habe dem Markt Rückenwind gegeben, die damit verbundenen Unsicherheiten seien damit weggefallen, kommentierte Helaba-Analyst Christian Schmidt. "Auf der anderen Seite existieren Belastungsfaktoren, beispielsweise der Zwist zwischen Italien und der EU sowie der laufende Handelsstreit zwischen den USA und China weiterhin." Zudem häuften sich die Berichte, wonach Unternehmen mit Gewinnrückgängen zu kämpfen hätten.

Das haben unsere TV-Kollegen beim Thema Börse noch für Sie im Angebot:

Und damit ist wieder Schluss mit dem Börsen-Tag für heute. Ab jetzt halten Sie die Kollegen von der Spät- und Nachtschicht informiert. Schauen Sie also im Laufe des Abends ruhig ab und an bei uns vorbei. Ich verabschiede mich wie immer mit einer Empfehlung: Diesmal geht es in die Vergangenheit. Wenn Sie noch Zeit und Muße haben, die Lektüre von "100 Jahre Novemberrevolution: Wie der Kaiser gestürzt wurde" von meinem Kollegen Markus Lippold lohnt!

Quelle: n-tv.de