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SDax steht vor Veränderungen Linde-Aktie legt an Gewicht zu

Lindes Gewicht im Dax hat sich verdoppelt.

Lindes Gewicht im Dax hat sich verdoppelt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Fusion mit Praxair lässt Linde zu einem Schwergewicht im Dax werden. Vor dem Industriegase-Konzern liegen nur noch drei Unternehmen. Derweil könnte in diesem Monat im SDax eine Stühlerücken erfolgen.

Die Aktien von Linde werden im Dezember zum großen Gewinner der Index-Veränderungen. Zum einen werden sie mit Stichtag 24. Dezember dem Auswahlindex Stoxx-50 angehören und dort voraussichtlich ein Indexgewicht von etwa 2,3 Prozent aufweisen. Zugleich wird sich das Gewicht im Dax auf etwa 8 Prozent verdoppeln. Linde dürften dann nach Berechnungen von Commerzbank Technical Analysis and Index Research gemessen an der Indexgewichtung auf Platz vier kommen, hinter SAP, Siemens und Allianz.

Damit treibt die Fusion mit Praxair die Bedeutung von Linde in der Index-Welt weiter nach oben. Erst im September war die Linde-Aktie in den europäischen Auswahlindex Eurostoxx50 aufgenommen worden. Dort hat sich das Gewicht mit dem Vollzug der Praxair-Fusion bereits verdoppelt. Mit dem am Montagabend vom Indexbetreiber Stoxx mitgeteilten Aufstieg in den Stoxx-50 werden sie nun auch in den wichtigsten paneuropäischen Benchmark-Index aufgenommen. Absteigen muss die Aktie der britischen Großbank Barclays.

Knorr-Bremse wirbelt SDax durcheinander

Obwohl der SDax wie die anderen Indizes der Dax-Familie im Dezember nur außerordentlich nach den strengen Kriterien für einen sogenannten Fast Exit oder einen Fast Entry überprüft wird, könnte er schon wieder regelrecht durcheinandergewirbelt werden. Weil Knorr-Bremse den Eintritt in den MDax vermutlich verfehlen wird, erhält der SDax mit dem Börsenneuling ein neues Schwergewicht.

Knorr-Bremse dürfte mit einem Indexgewicht von annähernd 7 Prozent gleich auf Position eins in den SDax eintreten und damit die Gewichte aller anderen SDax-Mitglieder deutlich schmälern. Daran ändert auch nichts, dass Knorr-Bremse voraussichtlich im März weiter in den MDax aufsteigen wird und die Gewichtsveränderungen in der Index-Berechnung dann wieder rückgängig gemacht werden müssen.

Weitere Veränderungen im SDax möglich

Nach Berechnungen der Commerzbank-Analysten sind über den Eintritt von Knorr-Bremse hinaus auch noch andere Veränderungen im SDax möglich. So könnten Baywa und KWS Saat von einem schnellen Abstieg betroffen sein. An der Schwelle dazu lägen auch DMG Mori sowie Medigene. Beste Nachrücker sind laut den Berechnungen Varta, Adva und Amadeus Fire.

Eine geringe Wahrscheinlichkeit besteht den Index-Beobachtern zufolge auch dafür, dass Alstria Office aus dem MDax in den SDax absteigen könnte. Im Gegenzug könnten dann Carl Zeiss Meditec oder Dialog Semiconductor in den MDax aufsteigen.

Quelle: n-tv.de , wne/DJ

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