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Nach Sessions Abgang Marihuana-Aktien legen massiv zu

Marihuana-Aktion erfahren einen starken Kursauftrieb.

Marihuana-Aktion erfahren einen starken Kursauftrieb.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Jeff Sessions war erklärter Gegner der Marihuana-Industrie, doch nach seinem Abgang werden die Karten womöglich neu gemischt. Aktien aus dem Sektor legen kräftig zu - besonders ein Unternehmen verbucht ein fettes Plus.

Der Rücktritt von US-Justizminister Jeff Sessions hat Marihuana-Aktien kräftig Kursauftrieb gegeben. Sessions, der seinen Posten auf Drängen von US-Präsident Donald Trump räumt, gilt als großer Kritiker der voranschreitenden Legalisierung von Cannabis und wurde an der Börse als entscheidendes Risiko für die Marihuana-Industrie in Nordamerika gehandelt. Entsprechend gut kam der Abgang des bei Trump in Ungnade gefallenen "Law and Order"-Politikers bei Anlegern an, die auf einen anhaltenden Boom des florierenden Marktes für legales Cannabis setzen.

Aktien von Schwergewichten der Marihuana-Branche wie Tilray, Canopy Growth oder Aurora Cannabis legten massiv zu, nachdem Sessions seinen Rücktritt einreichte. Die Papiere von Tilray gingen sogar mit einem Plus von mehr als 30 Prozent aus dem US-Handel.

"Gute Menschen rauchen kein Marihuana"

Zuvor hatte bereits die am Vortag beschlossene Legalisierung von Marihuana in weiteren US-Bundesstaaten die Kurse angeschoben. Während die Droge in Michigan als Genussmittel zugelassen wird, stimmten Missouri und Utah dafür, sie für medizinische Zwecke zu erlauben.

Der US-Justizminister hat in Sachen Marihuana eine wichtige Rolle, da es inzwischen zwar in vielen Bundesstaaten legal, nach Bundesgesetz aber weiter verboten ist. Sessions hatte bereits 2015 deutlich gemacht, was er vom Kiffen hält: "Gute Menschen rauchen kein Marihuana", sagte er damals bei einer Kongressanhörung.

Anfang des Jahres ordnete der konservative Hardliner, der Marihuana einst als "nur etwas weniger schlimm als Heroin" bezeichnet hatte, ein strikteres Vorgehen der Bundesbehörden gegen den Anbau, Besitz und Handel der Droge an.

Quelle: n-tv.de , ame/dpa

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